März 08, 2012

Ein neue Tag in meinem Leben

Vor einer Woche hab ich erfahren,dass mein Dad von dieser Welt gegangen ist. Jetzt bitte keine Beileidbekundungen,denn ich mir fällt es immer selbst schwer ernstgemeinte Bekundungen aus zu sprechen. Und ich fühle mich selbst immer dabei wie bescheuert! Ich möchte euch von ihm und mir erzählen,damit es ich es besser verstehen kann und der Welt zeigen,dass es auch etwas Positives gibt.
Wenn ich an ihn denke sehe ich einen kranken alten Mann der mir gegenüber sitzt,mit seiner verdunkelten Fliegerbrille aus den 80ern. Weiße Haare und die Muttermale haben auch die Farbpracht verloren. Ein Mann der es abgelehnt hat ein Vater für mich zu sein und denn noch sitzen wir hier bei einem Backgammon Spiel und Fordern unsere Gehirnzellen auf die Neuronenverbindungen zu nutzen um nicht als Volltrottel am Ende des Spiel da zu stehen. Als ich nach 18Jahren ohne ihn mein Leben bestritten hatte, hab ich den Wunsch verspürt mit ihm zu reden. Doch daraus ist nie etwas geworden,ich habe all meine Fragen und Wünsche in einem Buch niedergeschrieben und wollte ihm jedes einzelne Wort an den Kopf schmettern. Doch als ich ihn dort liegen sah im Krankenbett, so...alt und verändert als ich ihn in meiner Erinnerung jemals gesehen hatte. Konnte ich nicht,ich hatte Mitleid mit diesem alten Mann,der von der Krankheit so gepeinigt da saß. Ohne zu wissen dass ich (seine Tochter) ihn nach gefühlten 1000 Jahren des nicht Sehens,gleich die Tür öffne und für sein Ohren kein Ton herraus bringen kann. Weil mir die Worte,die all die Jahre auf Befreiung gewartet hatten,nun wie ein Pfropfen in meinem Hals stecken bleiben. Ich wollte seine Hand nehmen,doch ich konnte nicht. Meine Augen haben die ganze Zeit gebraucht um diesen Mann an zu starren und nach Ähnlichkeiten aus der Vergangenheit gesucht haben. Doch außer der Fliegerbrille gab es keine...
Es kamen Worte aus seinem Mund,doch meiner blieb stumm. Mein Herz war getroffen von diesem Anblick, hätte ich auch nur ein Wort gesagt,so wär ich vermutlich in Tränen er flossen. Und diesen Anblick wollte ich ihm von mir nicht zeigen! Der Grund warum wir in diesem Augenblick uns dort gegenüber saßen,war so nichtig geworden im Anblick der Krankheit,dass ich überhaupt froh war ihn ein zweites mal sehen zu dürfen. Sehen,hören,riechen,fühlen und ihm zu sagen wie sehr ich ihn vermisst habe & liebe. Aber ich konnte ihm dieses doch sehr einfache nie sagen. Ich bin jedoch froh darüber,dass ich den Schritt gewagt habe uns eine zweite Chance zu geben. Auch wenn wir nicht über die Vergangenheit geredet haben,so war ich in der Zeit die ich mit ihm am PC verbracht hatte mit Backgammon Duellen so viel glücklicher. Als ich es jemals in den 18 Jahren,die wir von einander getrennt waren jemals gedacht hätte.
Ich hab dich lieb Daddy


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